Erste Schwangerschaft

Erste Schwangerschaft

Erste Schwangerschaft

Herzlichen Glückwunsch, du wirst zum ersten Mal Mama. Seitdem Zeitpunkt, an dem du den positiven Schwangerschaftstest in den Händen gehalten hast, ist klar: dir steht eine neue und aufregende Zeit bevor – die erste Schwangerschaft.

Die erste Schwangerschaft ist für jede Frau etwas ganz Besonderes. Eine Zeit der Freude, der Veränderung, aber auch der Fragen und Unsicherheiten steht dir bevor. Viele gut gemeinte Ratschläge und Warnungen werden dich, ob du darum gebeten hat oder nicht, auf deinem Weg begleiten.

Damit du möglichst gut informiert und somit etwas gelassener durch die nächsten Monate gehen kannst, findest du hier Infos, Tipps und Checklisten für deine erste Schwangerschaft.

 

Die Ernährung in der ersten Schwangerschaft

Kaum ein Thema rund um die Schwangerschaft ist so heiß diskutiert und mythenumwogen wie die richtige Ernährung. Jeder weiß etwas anderes und zwischenzeitlich wirst du dich fragen: „Was darf ich eigentlich überhaupt noch essen?“

Im Grunde gilt: Du darfst essen, was dir schmeckt. Das ist wichtig, denn für manche Frauen ist es schwierig, gerade in den ersten Monaten überhaupt etwas zu finden, wovon ihnen nicht übel wird. Es gibt allerdings ein paar Lebensmittel, die nicht oder wenigstens nur in Maßen gegessen werden sollen.

 

Alkohol

Alkohol während der Schwangerschaft ist tabu. Auch wenn in manchen Kulturen ein Glas Rotwein zur Stärkung der werdenden Mutter oder bis vor wenigen Jahrzehnten noch ein Glas Sekt zur Stabilisierung des Kreislaufs empfohlen wurde, belegen etliche Studien die schädlichen Auswirkungen von Alkohol auf das ungeborene Kind.

 

Weich und Rohmilchkäse

Weichkäsesorte wie Gorgonzola, Camembert, Roquefort oder Brie können bakterienbelastet (Listerien-belastet) sein. Bei Käsesorten wie Feta oder Mozzarella sollte nur die verschweißte Version und keine offen angebotenen Waren gekauft werden, da auch hier Bakterien lauern.

 

Rohe Lebensmittel wie Sushi und Hackfleisch oder Eier

Auch hier gilt: Vorsicht vor Bakterien. Lieber für die Dauer der Schwangerschaft auf roh dargebotene Fleisch- oder Fischspeisen verzichten. Dein Steak sollte also durchgebraten, und dein Fisch nicht roh oder geräuchert sein. Auch rohes Ei ist während der Schwangerschaft ein Risiko. Du solltest also keinen rohen Teig naschen oder ein Tiramisu (auch wenn es ohne Alkohol zubereitet wurde) essen.

Es gibt natürlich Lebensmittel, die besonders gut für Mutter und Kind sind. Dazu gehören:

 

Fettreicher Fisch

Ca. 1 bis 2 Mal in der Woche sollte der Omega 3 Bedarf durch das Essen von Fischen wie Hering, Makrele oder Lachs gegessen werden. Wer keinen Fisch mag, kann den Bedarf mit Omega 3 Kapseln decken. Fehlendes Omega 3 wird oft als Ursache für depressive Verstimmungen während und nach der Schwangerschaft genannt.

 

Obst und Gemüse

Täglich sollten mindestens 2 Portionen Obst und 3 Portionen Gemüse auf dem Speiseplan stehen. Bei Sodbrennen kann die Obstmenge wegen der Fruchtsäure reduziert und dafür mehr Gemüse gegessen werden.

 

Kohlenhydrate

Eine Portion Nudeln, Reis oder Kartoffeln geben die nötige Energie. Bei Nudeln wird den Vollkorn- bei Reis die Naturvariante empfohlen.

 

Milchprodukte

Abgesehen vom oben genannte Rohmilchprodukten wird der Verzehr von Milchprodukten aller Art empfohlen, damit Schwangere optimal mit Nährstoffen versorgt sind.

 

Supplemente

Manche Bedarfe von Schwangeren können sich selbst durch die beste Ernährung nicht decken lassen, wie z. B. Jod und Folsäure. Daher empfiehlt sich hier, Supplemente zu sich zu nehmen.

Wichtig: Anders als oft behauptet wird, solltest du in der Schwangerschaft keinesfalls für zwei essen. Du benötigst, gerade am Anfang, nur ca. 250 Kalorien mehr als vorher, das entspricht ungefähr einem kleinen Joghurt. Du viel Schlemmen kann zu Übergewicht und Schwangerschaftsdiabetes führen.

Außerdem: Viel trinken! Zu jeder Mahlzeit sollten ein bis zwei Tassen Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees oder verdünnte Fruchtsäfte getrunken werden.

3 Tipps für die erste Schwangerschaft

Tipp 1: Vertraue deinem Instinkt

Ob in Online-Foren, in der Familie oder im Bekanntenkreis, du wirst mit 1000 guten und weniger guten Ratschlägen, Anweisungen oder gar unterschwelliger Kritik bezüglich deines Verhaltens konfrontiert werden. Deshalb lautet hier der erste und wichtigste Tipp, auf deinen Körper zu hören, deinem Instinkt zu vertrauen und sich beraten aber nicht beirren zu lassen.

 

Tipp 2: Entspanne Dich

Auch wenn deine momentane Situation neu und manchmal beängstigend sein kann, versuche entspannt zu bleiben. Stresshormone belasten nicht nur dich, sondern auch dein Baby.

 

Tipp 3: Bereite dich vor

Du hast 9 Monate Zeit, dich auf die Ankunft deines Babys vorzubereiten. Besorge alles Notwendige, sodass du am Ende deiner ersten Schwangerschaft, wenn alles beschwerlicher wird, nicht mehr alles auf einmal erledigt werden muss.

 

Häufige Fragen zur ersten Schwangerschaft:

In deiner ersten Schwangerschaft wirst du dir viele Fragen stellen. Das ist ganz normal und geht wahrscheinlich jeder werdenden Mama so. Hier sind ein paar der wahrscheinlich häufigsten Fragen:

 

Ab wann spürt man das Baby?

Der erste Tritt, die erste Bewegung, darauf wartet jeder Schwangere mit großer Spannung. Die ersten Kindsbewegungen sind in der ersten Schwangerschaft ca. ab der 19. Schwangerschaftswoche spürbar.

Manche werdenden Mütter berichten von einem Gefühl, als ob ein Schmetterling mit seinen Flügen schlägt, andere ein leichtes Pochen, andere ein leichtes rumpeln wie bei Blähungen oder Verdauungsproblemen. Wann genau das Baby und seine Bewegungen spürbar werden, hängt von der Plazentalage ab.

Eine an der Vorderwand der Gebärmutter liegende Plazenta, federt die Bewegungen des Babys ab, sodass sie für die Mutter kaum zu spüren sind. Liegt die Plazenta jedoch an der Rückwand, können Schwangere ihr ungeborenes Baby schon recht früh spüren.

 

Ab wann wächst der Bauch?

Ab wann der Bauch beginnt zu wachsen und wie groß er wird, ist sehr individuell. Manche Frauen haben bereits im 1. Monat einen kleinen Bauch, bei manchen sieht man bis zum 3. Monat praktisch nichts.

Die Größe des Bauches sagt nichts über die Grüße und das Gewicht des Babys aus. Auch solltest du dir nicht einreden lassen, dass du bei einem zu kleinen Bauch zu wenig isst und etwas mit deinem Kind nicht stimmt oder umgekehrt. Ausschlaggebend sind die Untersuchungsergebnisse bei deinem Frauenarzt, nicht die Maße deines Bauches.

 

Bis wann kann man abtreiben?

Eine Abtreibung kann innerhalb der ersten 3 Monate bzw. 12 Wochen vorgenommen werden. Vorher ist eine Beratung bei dafür vorgesehenen Beratungsstellen gesetzlich verpflichtend. Die Abtreibung kann frühestens 3 Tage nach dieser Beratung vorgenommen werden, damit die Schwangere genug Zeit hat, sich mit den Inhalten der Beratung innerlich auseinanderzusetzen.

Wenn du also unsicher bist und dich aus unterschiedlichen Gründen der Gedanke einer Abtreibung beschäftigt, sollte dich der Weg dringend zu einer Beratungsstelle führen, denn eine Abtreibung nach der 12. Woche ist in Deutschland nicht legal.

 

Angst vor einer Fehlgeburt?

Eine Fehlgeburt ist die größte Angst jeder Schwangeren, die sich von Herzen ein Kind wünscht. Ein sogenannter Abort kann in jeder Schwangerschaft passieren, oftmals bereits so früh, dass die Betreffende noch gar nichts von ihrer Schwangerschaft mitbekommen hat.

Doch mit Voranschreiten der Schwangerschaft und der wachsenden Liebe zu dem Ungeborenen steigt auch die Angst, das Kind wieder zu verlieren. Hier ist es für eine werdende Mutter wichtig, nicht all ihre Gedanken um eine mögliche Fehlgeburt kreisen und die Angst die Schwangerschaft bestimmen zu lassen. Es ist aber ebenso wichtig, mit anderen über die Ängste zu sprechen.

Wenn du dir also ständig Sorgen um eine mögliche Fehlgeburt machst und deine Gedanken ausschließlich um die Angst kreisen, das Kind zu verlieren, solltest du mit deiner Familie, Freunden, dem Partner oder dem Frauenarzt darüber sprechen, damit sie dich beruhigen und die Angst zerstreuen können.

 

Checkliste für die erste Schwangerschaft

Vorfreude ist die schönste Freude und fast nichts macht werdenden Mamas mehr Spaß, als Babyshopping. Damit du nichts Wichtiges vergisst, ist hier eine Checkliste für dich zusammengestellt.

Du kannst sie dir alternativ auch hier kostenlos als PDF-Datei herunterladen: LINK

Die Kliniktasche

Für die Geburt benötigst du:

  • Bequemes Nachthemd, oder weites T-Shirt für die Geburt
  • Warme Socken
  • Haarspange bei langen Haaren
  • Deine Lieblingsmusik auf einem MP3-Player oder auf deinem Smartphone
  • Verpflegung für dich und deinen Partner, zum Beispiel
  • Trinkpäckchen
  • Müsliriegel
  • Salzstangen
  • Kleingeld für das Parkhaus und den Kaffeeautomaten

Für das anschließende Wochenbett im Krankenhaus benötigst du:

  • Nachthemd/Pyjama
  • Weite Unterwäsche
  • Pantoffeln
  • Bademantel
  • Jogginghose
  • T-Shirts, eventuell Stillshirts
  • Handtücher und Waschlappen
  • Gefüllter Kulturbeutel (Duschgel, Shampoo, Zahnbürste und -paste)
  • Föhn
  • Stilleinlagen
  • Handy und Ladegerät

 

Für die Heimfahrt von der Klinik:

  • Bequeme Kleidung
  • Jäckchen, Strampler, Body, Mützchen
  • Decke
  • Babyschale

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Die Erstausstattung für die erste Schwangerschaft

Für unterwegs mit deinem Baby:

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Für Zuhause mit deinem Baby:

  • Stubenwagen oder Wiege
  • Beistellbett oder Bettchen
  • Matratze
  • Zwei Spannbettlaken
  • Wickelkommode
  • Mobile für die Wickelkommode
  • Wärmestrahler
  • Babyfon
  • Spieluhr
  • Schmusetier
  • Greifring
  • Sterilisator (zum Beispiel auch für die Mikrowelle)
  • Eventuell Schnuller

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Für die Pflege deines Babys:

  • Baby Badewanne
  • Zwei Badetücher
  • Baby-Öl oder Bodylotion
  • Weiche Bürste
  • Baby-Nagelschere
  • Fieberthermometer
  • Nasensauger
  • Windeln (Größe 1)
  • Windeleimer
  • Feuchttücher oder zehn Waschlappen
  • Schale für warmes Wasser
  • Calendula Wundcreme
  • Sechs Mullwindeln (Spucktücher)

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Für die Kleidung deines Babys:

  • sechs langärmlige Oberteile (Größe 56-68)
  • fünf Strampler oder Hosen (Größe 56-68)
  • vier Strumpfhosen oder Leggings mit Füßchen (Größe 56-68)
  • drei Paar dicke Söckchen
  • drei Paar dünne Söckchen
  • zwei Mützchen
  • zwei Jäckchen
  • evtl. Winteranzug
  • vier Schlafanzüge
  • zwei Schlafsäcke

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Für Stillkinder:

  • vier Still-BHs
  • vier Still-Tops
  • Stilleinlagen
  • Milchpumpe

 

Für Fläschchen-Kinder:

  • Sechs Fläschchen
  • Sauger aus Silikon oder Latex Größe 1
  • Trinksauger für Tee
  • PRE-Milch (vier bis fünf Packungen pro Monat)
  • Flaschenbürste
  • Thermosflasche für heißes Wasser unterwegs
  • Thermobox