Wochenbett

Das Wochenbett – die Zeit nach der Geburt

Du bist schwanger und fieberst der Geburt entgegen – selbstverständlich! Aber was kommt eigentlich danach? Den Begriff Wochenbett hast Du schon mal gehört, aber was ist das genau? Alles, was Du wissen musst, zeigen wir Dir hier!

In der Zeit direkt nach der Geburt machst Du die erste Bekanntschaft mit Deinem Baby. In dieser spannenden und intensiven Phase sammelt das kleine Wesen die ersten Eindrücke von dieser Welt, in die es geboren wurde. Und Du bist hautnah dabei und möchtest natürlich keinen Moment verpassen! Diese ersten Wochen nach der Geburt heißen Wochenbett.

 

Warum heißt die Zeit Wochenbett?

Der Name ist in dieser Phase Programm: Du verbringst diese Zeit tatsächlich hauptsächlich im Bett. Du bist selbst von der Geburt geschwächt und musst erst einmal wieder zu Kräften kommen. Auch für Dein Baby war die Geburt ein Kraftakt! Hinzu kommt, dass es noch ganz auf Dich angewiesen ist. Es kann sich noch kaum bewegen und saugt seine Umwelt erstmal noch mit seinen Sinnen ein. Da Ihr beide jetzt Ruhe braucht, bietet es sich an, die ersten Wochen im Bett zu verbringen. Dort schlaft Ihr viel und genießt die erste Zeit als Familie.

 

Wie lange liegt man im Wochenbett?

Das Wochenbett dauert seit geraumer Zeit acht Wochen. Das hat gute Gründe: Normalerweise braucht der Körper der Mutter acht Wochen, um sich zu erholen, eventuelle Verletzungen von der Geburt heilen zu lassen und seine Hormone zurück ins Gleichgewicht zu bringen. Heutzutage möchten viele Mütter aber nicht mehr so lange warten und verkürzen das Wochenbett oder verzichten ganz darauf. Damit verwehren sie ihrem Körper und ihrem Baby eine wertvolle, wichtige Zeit. Jedenfalls sollte das Früh-Wochenbett mit einer Dauer von zehn Tagen wahrgenommen werden.

 

Kennenlern Zeit im Wochenbett

Was passiert im Wochenbett?

Im Wochenbett verbringst Du sehr viel Zeit mit Deinem Baby und Deinem Partner. Hier schafft Ihr Eure erste Bindung zu dem kleinen Wesen und als Familie. Ihr habt viel Nähe und erkundet gemeinsam die Welt. Gleichzeitig kannst und sollst Du Dich aber auch erholen. Deine Gebärmutter und Deine Organe entwickeln sich wieder zurück. Aufgrund des Hormonabfalls entwickelt sich auch gelegentlich der „Baby-Blues“, eine Zeit, in der manche Mütter sehr sensibel sind und depressive Phasen durchmachen können. In den ersten Wochen kannst Du Dir zudem eine Routine zum Stillen aneignen. Viele neue Mamas kämpfen mit Problemen wie Milchstau und brauchen ein paar Anläufe, um sich einzufinden. Dein Baby hat zunächst auch noch keinen Schlaf-Rhythmus, wodurch seine Eltern oft wach gehalten werden und unter Schlafmangel leiden. Nun kommt zudem die Erkenntnis, tatsächlich Mutter zu sein und eine große, unwiderrufliche Verantwortung zu tragen. Dieser Lebenswandel muss erst einmal verarbeitet werden, wofür Du Dir ausgiebig Zeit nehmen solltest.

 

Wann darf man nach der Geburt wieder spazieren gehen?

Die Dauer von acht Wochen sollte nach Möglichkeit nicht unterschritten werden. Wenn Du Dich aber gut fühlst und es dem Baby sichtlich gut geht, könnt Ihr Euch schon wenige Wochen nach der Geburt auf einen kurzen Spaziergang wagen. Das Baby sollte warm eingepackt sein, da es selbst noch nicht seine Körpertemperatur regulieren kann. Du solltest Dich auf keinen Fall drängen lassen zu etwas, was sich nicht gut anfühlt. Höre auf Deinen Körper und gönne ihm bei Schmerzen oder Unwohlsein Ruhe. Du kannst auch den Papa des Babys bitten, seinen ersten Spaziergang mit ihm zu machen: So kannst Du Zeit für Dich genießen und Dein Baby und sein Vater können eine ganz besondere Bindung zu zweit aufbauen.

Spaziergang mit Baby

 

Wie lange bleibt der Wochenfluss blutig?

Der Wochenfluss ist direkt nach der Geburt blutig. In der zweiten Woche wird er dann braun, in der dritten Woche gelblich. Insgesamt dauert der Wochenfluss etwa drei Wochen. Zum Arzt solltest Du gehen, wenn Dein Wochenfluss bedeutend länger als eine Woche blutig ist, also etwa nach zwei bis drei Wochen.

Wie lange hat man nach der Geburt Schmerzen?

Ob und wie lange Schmerzen nach der Geburt auftreten, ist von Frau zu Frau verschieden: Oft kommt es zu Nachwehen, wenn sich die Gebärmutter nach der Geburt wieder zusammenzieht. Die Bauchkrämpfe halten dann etwa zwei bis drei Tage an, können durch das Stillen jedoch wieder stärker werden. Manche Frauen nehmen diesen Prozess aber überhaupt nicht wahr.

Auch im Bereich der Vagina und Vulva kommt es in den ersten Wochen nach der Geburt zu Schmerzen. Manche neuen Mamas leiden unter Kopfschmerzen, Brustschmerzen und Schmerzen beim Wasserlassen. Nach den ersten vier bis sechs Wochen, jedenfalls aber zum Ende des Wochenbettes, sollten die Schmerzen abgeklungen sein. Bei Unsicherheiten solltest Du lieber frühzeitig Rücksprache mit Deinem Arzt halten, damit Du Dich ganz auf Dein Baby konzentrieren kannst.